Doofzeitung

Sonntag, 10. September 2006

Mannomann.
Hier im Wahlkreis und Umgebung (wir haben mehrere Wahlkreise hier im Berliner Stadtrandkuhdorf) ist ein gigantisches schwarzes Loch, das normale Menschen zu Geistern schrumpfen lässt. Bei immer über 70% CDU war mir das ja schon länger bekannt, und wenn man sich die dumpfbackigen Spießer hier so reinzieht, lieber Himmel, dann frage ich mich nicht wirklich, wieso hier die Hälfte der Bevölkerung schon ab Mitte 40 innerlich tot ist.
Schade, die Gegend ist nämlich schön, aber mich zieht es schreiend Richtung Innenstadt wenn ich Mist wie den Folgenden in unserem, von ahnungslosen Selbstdarstellern aus der Taufe gehobenen, Blättchen lese.
Halt, vorab: Ich lese diese komische Zeitung eigentlich nicht. Mein Liebster wollte bloß mal wieder lachen, und er hat sich die aktuelle Ausgabe reingezogen.

Als ich anfangs die sogenannte "Kolumne" las, die eigentlich ein völlig missglücktes Editorial ist, hatte ich schon geglaubt, ich hätte Parkinson, so heftig habe ich bei der Lektüre den Kopf geschüttelt. Völlig wirres Zeug hat dieser Mensch geschrieben, sprang von einem Punkt ohne Vorwarnung zum nächsten, hat hemmungslos Leute beleidigt - es war eine Pracht. Jetzt scheint es den Herrn nicht mehr zu geben. Es schreibt ein anderer, der es nicht kann. Darüber mokiert sich ein Leser, der angeblich selbst ERFOLGREICH (ja, genau, in Großbuchstaben, so stand es im Leserbrief) acht Jahre lang für irgendwelche nicht genannten Blätter geschrieben hätte (Kaninchenzüchtervereinszeitung?). Leider war auch sein Name nicht genannt, aber der Redaktion bekannt. Ja, so geht es hier zu.

Bevor hier jemand losquiekt: Ich weiß, dass es undankbar ist eine Zeitung zu machen, ich habe das fünf Jahre selbst getan, für die ehem. Schule meiner Kinder. Und natürlich haben diejenigen, die gar keine Ahung haben und freiwillig nie was tun würden, am lautesten kritisiert. Aber den Vorwurf kannmir nun echt niemand machen, ich weiß wovon ich rede und schreibe, es ist mein Job.

Aber was mich so richtig ankotzt, ist der Leserbrief (auch hier kein Name drunter, Feiglinge, elende!) der sich über gewisse Anzeigen in diesem Käseblatt mokiert, und zwar sind es die Rubriken Mann sucht Mann und Paar sucht Mann und noch etwas, was ich mir nicht gemerkt habe. Auf jeden Fall also ein Schwulenhasser oder einer, der sich nicht vorstellen kann, dass es außer Fräulein Faust (ach nee, das schädigt ja das Rückenmark! *g*) und Missionarsstellung noch etwas anderes geben könnte. Oder dass überhaupt Leute Spaß an SEX haben könnten.

Auweia, jetzt habe ich das böse, böse Wort gesagt, das hier in Scheinheiligensee vermutlich sogar bei Strafe verboten ist. Sex, Sex, Sex!
Die Redaktion des Blättchens stellt das jetzt allen Ernstes zur Diskussion.

Und sowas nennt sich Weltstadt.
Ist mir schlecht.

Ein Montag, wie er im Buche steht

Montag, 04. September 2006

Ich hab ja sonst kein Montags-Problem, aber heute hätte ich den ganzen Tag nur F*ck! schreien können.
Irgendwie war überall der Wurm drin.

Und als dann noch so ein Friedhofsgartenzwerg hinter seinem Spießergartenzaun hervorlugte und mich ansenilte: "So wollen Sie doch nicht etwa Auto fahren?", da bin ich dann doch mal pampig geworden.
Obwohl man mir sonst ein sonniges Gemüt und einen "wunderbaren Humor" bescheinigt. Interessanterweise gerade bei bittersweet things, wo ich meinen Humor wie ein Schutzschild um mich herum aufbaue, um niemanden in meine wahren Gedanken schauen zu lassen. Die gehen nämlich nur mich was an.

Jedenfalls war dieser mein Humor heute verreist:

Angezickte Autorin: "Ist das mein Leben, oder Ihres?!"

Senildoofer Friedhofsgartenzwerg: "Wähwähwäh, Sie gefährden aber das Leben der anderen Leute, wähwähwähwäh."

Aha, also richtig geraten, gemeint waren meine Schuhe. Die wagten es nämlich, einen Absatz zu haben und hinten offen zu sein.

Böse, böse Schuhe die! Mordwerkzeuge! Hätte man das nicht dranschreiben können, als ich sie gekauft habe?

Vor dem Tragen der Schuhe beim Autofahren ist der Erwerb eines Waffenscheins zu empfehlen.

Ich meine, dann hätte ich doch gewusst, woran ich bin. Und dann hätte ich dem Friedhofsgartenzwerg nicht empfehlen müssen, sich um seinen eigenen Dreck zu kümmern.
Ich kann schließlich Autofahren, im Gegensatz zu einigen anderen mir bekannten Zeitgenossen. Beinahe in allen Lebenslagen. Und garantiert mit jedem gottverdammten Schuh in Größe 43 der jemals hergestellt wurde.

Monday, f*ck you and never come back!

Produkttest, unfreiwillig

Mittwoch, 30. August 2006

Lieber Herr XY,
kürzlich fragte ich im Schreibwarengeschäft nach einem Tattoo-Stift, und man händigte mir den schwarzen Body-Marker Ihrer Firma aus.
Ich malte mir eine nette Zeichung auf die Hand, wie ehedem schon einmal mit einem einfachen Gelstift geschehen, der sehr gut hielt.
Am nächsten Morgen lachte sich mein Liebster halb tot. "Du hast dein Tattoo im Gesicht!"
In der Tat, und nicht nur dort. Genaugenommen überall dort am Körper, wo sich mein Handrücken während der vergangenen Nacht befand. Zu meiner schwarzen Zeichung hatten sich überdies grüne Linien gesellt. Wenn Sie je den Verlauf eines Stoffes auf einer DC-Folie beobachtet haben (Dünnschicht-Chromatographie), dann wissen Sie in etwa, was passiert sein muss.

Nun zur Frage an Sie: Da ich keine Bedienungsanleitung zu diesem Body-Marker ausgehändigt bekam, liegt evtl. ein Anwendungsfehler vor?
Hätte ich die Zeichung nach dem Auftragen auf die Haut durch Bügeln fixieren müssen?


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