Skifoan

... weil Skifoan is dös leiwandste, wos ma si nua vorstölln kaan ;-)

Samstag, 25. Januar 2014

Petra A. Bauer auf dem Hochzeiger im österreichischen Pitztal

Foto: Michael Bauer, 2014

Also ICH hätte mir das bis vor einer Woche nicht wirklich vorstellen können. Also, dass Skifahren das Tollste ist, was man sich vorstellen kann.

Ich stand nämlich vor 30 Jahren zum letzten Mal auf Skiern, und die Reise endete mit einer fiesen Bänderdehnung im Knie, von der ich viel Jahre etwas hatte. Außerdem stand ich jedes Mal (ich war insgesamt fünf Mal auf Skireise) oben auf dem Berg und dachte: “Wieso tust du dir das immer wieder an?” Ich hatte nämlich immer Angst. Und wie.

Huh, das wird schnell, ha, Hilfe, Rücklage und schon steckte ich wieder kopfüber im Schnee. Gerne auch mal alle paar Meter, denn mit knapp 20 hatte ich noch viel weniger Kondition als jetzt. Trotz mittlerweile zugelegtem Asthma. Klar, irgendwann hatte ich auch so etwas Ähnliches wie den Parallelschwung gelernt. Und gerade, als es mir zaghaft Spaß zu machen begann, hatte ich den Unfall. Auf dem Korvatsch im Engadin. Danach hatte ich Skifahren zu den Akten gelegt und mich nicht mehr drum gekümmert.

Bis mein Liebster vor zwei Jahren schweizbedingt damit (nach noch längerer Pause als bei mir) wieder anfing und unsere Freunde fragten, ob wir nicht vielleicht ins Pitztal mitfahren wollten. Und da ich in 2013 lauter Dinge getan hatte, die ich nie zuvor getan hätte, habe ich leichtsinnigereweise zugesagt. Mit der Option, ggf. eben NICHT Ski zu fahren, sondern mich zu sonnen, zu wandern, was weiß ich.

Klar, dass ich keine Chance hatte. Am ersten Tag lieh ich mir die Ausrüstung für den nächsten Tag und machte den Termin für einen Personal Skitrainer klar. Da war ich noch mutig. Am nächsten Morgen war ich fix und fertig und felsenfest davon überzeugt, dass ich mir auf den ersten Metern alle Knochen brechen würde. Es kostete meinen Liebsten wirklich einiges an Tröstknuddels, bis er losgehen und mich meinem Schicksal überlassen konnte.

Joe, der Skilehrer, war fantastisch. Erst war ich am Babyhang, eigentlich fast waagerecht, dann der kleine Idiotenhügel. Und fiel nicht hin. Tags drauf fuhren wir ganz nach oben, und auch da bekam er mich unbeschadet hinunter. Tja, und danach (dann ihne Skilehrer) fiel mir dann peu á peu wieder ein, was ich mal konnte. Nur, dass es mit den neuen, kurzen Carvingskiern tausend Mal einfacher ist, die Kurven zu fahren. Was man mir mal sagte, stimmt: Man muss nur DENKEN, wo man lang will, dann machen die das schon von ganz alleine.

Am Tag darauf fuhr ich sogar ins Tal ab und dann auch ohne Pause von der Berg- zur Mittelstation. Ich war teilweise schneller als mein Liebster und bei strahlendem Sonnenschein quiekte ich bei der Schussfahrt vor mich hin - weil ich so happy war.  Nicht, weil ich Angst hatte. Ich habe in diesen Tagen so viele Glücksmomente gesammelt und hatte Spaß, wie schon lange nicht mehr. Wenn ich von unten hoch auf die Berge schaue und weiß, ich bin von da ganz oben runter, und wenn ich mir dann die Tränen des ersten Morgens vor der ersten Skilehrereinheit ins Gedächtnis rufe - das hätte ich an dem Tag niemals für möglich gehalten.

Jede Menge Fotoimpressionen von diesem Urlaub gibt es übrigens bei mama-im-job.de.

Und weil mir Skifahren solchen Spaß gemacht hat, habe ich mir auch noch ein Buch gekauft, um bei der nächsten Gelegenheit noch besser die Pisten herunterzukommen: Besser Skifahren. Das Trainingsbuch.* ich bin gespannt, ob ich die Tipps umsetzen kann. Aber alleine die Fotos machen mich schon ganz kribbelig und ich bedaure es erstmals, nicht in der Nähe eines Skigebietes zu wohnen.

So kann es gehen. Just do it! ist doch der beste Spruch, den man als Motto haben kann :-)

Was habt ihr euch denn mal getraut, wovor ihr Angst hattet und hattet hinterher Spaß dabei? Ich bin neugierig, wisst ihr ja *g*

Alles Liebe

Petra

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BuchBlogParade 12 Bücher in 12 Monaten: Schöne neue Welt

Ich habe die Einladung zur BuchBlogparade 12 Bücher in 12 Monaten von Eva-Maria Nielsen gerne angenommen - und fange direkt mal mit Verspätung an. Denn eigentlich sollen die Beiträge am 12. jeden Monats erscheinen. Das kollidiert jedoch mit dem Fotoprojekt 12 von 12, das eben auch an jedem 12. stattfindet. Es ist ziemlich arbeitsintensiv, und wer mag, kann sich meine12 von 12 im Januar gerne anschauen. Lange Rede, kurzer Sinn: Für Januar bespreche ich zwei Tage zu spät Schöne neue Welt von Aldous Huxley.

Dienstag, 14. Januar 2014

Huxley's Neue Welt

Aldous Huxley
Schöne neue Welt. Ein Roman der Zukunft
Fischer Taschenbuch

So ne olle Kamelle?

Die Frage ist berechtigt, denn das Buch ist im Original 1932 veröffentlicht worden. Und genau deshalb ist es so faszinierend. “Ein Roman der Zukunft” lautet der Untertitel. Und natürlich ist es kein Abbild der Zukunft, wie wir sie heute kennen, aber es HÄTTE so kommen können. Und wer weiß - vielleicht steht es uns ja noch bevor.

Warum ist es mein Buch des Monats?

Weil es das einzige ist, das ich in letzter Zeit gelesen habe ;-)

Ich habe mir das Buch bereits Ende 2011 gekauft, weil ich fand, ich müsste mal wieder einen Klassiker lesen. Gelesen habe ich ihn aber erst im Dezember 2013. Und warum? Das war wieder so typisch Petra: Ich war im November auf dem Thees Uhlmann Konzert. Location (wie auch schon bei den Toten Hosen im August): Huxley’s Neue Welt in der Neuköllner Hasenheide.

Ich stehe in der Schlange auf dem Bürgersteig. Schaue auf den Schriftzug “Neue Welt”.

Neue Welt? Huxley’s? Huxley’s Neue Welt? Schöne neue Welt von Aldous Huxley! Ach DESHALB heißt das so!

Mann, Mann, Mann. Da bin ich in dieser Stadt geboren, lebe seit immer hier und der Groschen fällt mikropfennigweise. Nun ist Neukölln so gar nicht nicht meine Hood, da am anderen Ende Berlins gelegen, aber “Huxley’s Neue Welt in der Hasenheide” ist einfach mal ein feststehender Begriff. Willkommen im Club der Napfsülzen, Frau Bauer ;-) Jedenfalls habe ich danach das Buch wieder hervorgekramt und angefangen zu lesen.

Wovon handelt das Buch?

Es ist eine Utopie (eigentlich mehr eine Dystopie, aber ich bin nicht sicher, ob es diesen Begriff damals schon gab). Wir lernen die Welt im Jahre 632 nach Ford kennen. “Mutter”, “Vater” und “Eltern” sind Schimpfworte, weil Kinder nicht natürlich geboren sondern in Flaschen gezüchtet und entkorkt werden. Dabei achtet man von Anfang an darauf, die Embryonen in verschiedene Kasten einzuteilen, die von Alpha bis Epsilon gehen. Die Alphas sind intelligent (und deshalb für das Weltgefüge potenziell gefährlich), die Epsilons strunzdumm. Unter anderem deshalb, weil man die diese Embryonen mit extra wenig Sauerstoff versorgt. Überdies hat man ein Verfahren entwickelt, mit dem man aus einer einzelnen Eizelle hundertfache Klone erzeugen kann. Perfekte Arbeiter, die nie aufmucken.

Zusätzlich werden alle Babys / Kleinkinder Nacht für Nacht mit den immergleichen Sätzen aus der “Schlafschule” berieselt. Sie werden darin bestärkt in ihrer Kaste zufrieden zu sein und man bringt ihnen bei, evtl. aufkommende Sorgen mit “Soma” zu bekämpfen. Tabletten, die immer für gute Laune sorgen. Staatlich verordneter Drogenmissbrauch. Denn auch den Herrschern ist klar, dass diese Gesellschaftsform ein fragiles Gebilde ist.

Siegmund, einer der Alphas, legt denn auch keinen Wert darauf, sich mit Soma die Sorgen wegzuschlucken. Er macht sich viel zu viele gefährliche Gedanken. Eines Tages fährt er mit dem Mädchen Lenina in eine Reservation in der die sog. “Wilden” leben. Der Schilderung nach, so etwas, wie ein Indianerstamm. Dort lernen sie Filine und ihren Sohn Michel kennen, die aus der Ford-Welt dort gestrandet sind. Als Siegmund die beiden mit in die Zivilisation nimmt, gerät die mühsam geschaffene Ordnung ins Wanken.

Mein Fazit

Einerseits finde ich die Überlegungen vor dem geschichtlichen Hintergrund faszinierend. Ich kam jedoch schwierig in das Buch hinein. Das Vorwort habe ich nicht ganz gelesen, weil es eindeutig zu überladen war. Und der Stil ist nicht wirklich meiner. Am Anfang wird es (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) manieristisch geschrieben. Das ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich mag es halt nicht. Aber dann wird schnell klar, dass es nicht auf die Handlung ankommt, sondern auf die Beschreibung der neuen Welt.

Die Szenen im Reservat waren für meinen Geschmack viel zu lang. Aber damals war es vielleicht noch wichtig zu schildern, wie sog. “Wilde” leben. Ich wäre bei dem Teil jedenfalls fast ausgestiegen, habe mich letztlich aber doch hindurchgequält. Der dritte Teil ist dann wieder interessanter, zumal einer der Herrscher am Ende sehr genau erklärt, weshalb es so gefährlich ist, zu viele Fragen zu stellen. Dazu hätte ich jetzt gerne ein Zitat gebracht, habe das Buch aber vorhin meinem Ältesten gegeben. Also muss es ohne Zitat gehen.

Das Ende hat mich dann überhaupt nicht überzeugt. Ich hätte tatsächlich mehr erwartet, aber dann hätte das Buch deutlich dicker sein und letztlich eine komplette Revolution schildern müssen.

Letztlich empfehle ich es als geschichtliches Dokument zu lesen. Als die Utopie, die es war, vor dem gesellschaftlichen Hintergrund des Jahres 2014. Dann bietet es eine Menge Diskussionsstoff.
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Das Januar-Buch: Aldous Huxley: Schöne neue Welt
Das Februar-Buch: Wigald Boning: Bekenntnisse eines Nachtsportlers
Das März-Buch: Bernhard Hoëcker: Neues aus Geocaching - Geschichten von draußen

Zurück zu Hause Festival 2013

Zurück zu Hause Festival? Wat dat denn? Ein Festival, wie der Name schon sagt. Musik. Aber nicht an einem Ort, sondern dezentral, nämlich in den Heimatstädten von Thees Uhlmann (Hemmor), Cro (Schwäbisch Gmünd), Casper (Bielefeld) und Miss Platnum (Berlin). Alle Konzerte waren ausverkauft und die Musiker hatten befreundete Bands eingeladen.

Donnerstag, 09. Januar 2014

Thees Uhlmann, Huxley's Neue Welt

Foto: Petra A. Bauer, 2013

Wer das Festival verpasst hat, oder gerade vor einer der Bühnen stand und sich nicht zerteilen konnte, kann die Highlights des Zurück zu Hause Festival 2013 auf einsplus nochmal anschauen.

Das Foto von Thees Uhlmann und Band oben entstand übrigens nicht auf dem Festival, sondern während seiner Tour zum Album #2* in Berlin. Wozu ich eigentlich hatte bloggen wollen ... Aber zumindest hab ich ja über den Support Rob Lynch berichtet.

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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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