Telefonmarketing-Terror

Mittwoch, 31. Oktober 2007

M: Gestern hat mich im Büro jemand wegen des Gewinnspiels auf der IFA angerufen.

P: Und? Das Übliche?

M: Sie haben erzählt, ich wäre in der Endverlosung. Und sie wollten mir ein Zeitungsabo aufschwatzen.

P: Ach, diesmal kein SKL-Los? Wie die Typen damals, wo der eine meinte, ich säße schon mit einem Bein in dem BMW, den es zu gewinnen gab?

Die Nacht senkt sich über Deutschland, ein neuer Tag, das Telefon klingelt.

Anruferin: (lässt sich vor ihrer eigenen Vorstellung endlos darüber aus, wie schön es doch wäre, wenn sich jemand mit vollem Namen meldet, damit man sich nicht durchfragen muss, und dass die Leute heute schon überhauptnicht mehr die Grundzüge der Etikette und bla…)
Guten Tag, ich bin Heike F. von der XXX *hier Zeitschrift einsetzen, die mich nicht die Bohne interessiert*. Sie haben bei unserem Gewinnspiel auf der IFA mitgemacht.

P: Ja, allerdings. Sie haben gestern schon meinen Mann angerufen. Und nun werden Sie mir erzählen, dass ich schon mit einem Bein im Auto sitze, und ob ich bei der Gelegenheit nicht auch noch eine Zeitung abonnieren will.

Anruferin: Das stimmt doch überhaupt nicht! Lassen Sie mich doch ausreden!

P: Wozu? Sie haben das doch gestern alles meinem Mann schon erzählt, und ich kenne das inzwischen von genügend Leuten. Übrigens, wussten Sie, dass diese Telefongeschäfte rechtlich nicht wirksam und außerdem strafbar sind?

Anruferin: Wenn Sie mich mal ausreden lassen würden…

P (leiert herunter): Ja, schon klar, ich bin in der Endausscheidung, und Sie machen überhaupt kein Telefonmarketing.

Anruferin: Das ist doch alles nicht richtig! Sie haben bei unserem Gewinnspiel mitgemacht, und ich soll einen Adressenabgleich machen, weil Sie doch in der Endverlosung sind …

P: Wissen Sie was? Das interessiert mich alles überhaupt nicht.

Anruferin: Aber Sie sind doch in der Endverlosung!

P: Endverlosung. (lacht) Und der Weihnachtsmann wohnt auch hier um die Ecke. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag! (legt auf).

Telefon (2 Sekunden später): Klingeling!

P: Du kannst mich mal.

Mir stellt sich dabei nur die Frage, ob die Dame sich mit dem erneuten Anruf weiterhin von mir demütigen lassen wollte ("Ja! *stöhn* Gib's mir so richtig!"), oder mich beschimpfen, wie der Kollege mit dem SKL-Los, der mich telefonisch regelrecht verfolgte, als ich ihm erklärte, dass mich schonmal jemand so verarschen wollte (Darf ich fragen, wer das war? Ach DIIIIE! Ja, das sind die Bösen, wir sin die Guten!"). Als er wieder anrief und langsam unverschämt wurde, hatte ich ebenfalls aufgelegt. danach rief er wieder an, um sich darüber zu beklagen, wie unhöflich ich wäre. Da ist mir die Hutschnur geplatzt, denn was gibt es Unhöflicheres, als eijnem Menschen ungefragt die kostbare Lebenszeit zu klauen, und ihn mit solcher gequirlten, na ihr wisst schon, zu belästigen?

Wie strafbar ist eine solche Vorgehensweise eigentlich wirklich? Kann man solche Nervtöter anzeigen? Und über die Ausrede "Adressenabgleich bei einem eventuellen Gewinn" kann ich nur herzlich lachen, denn schließlich hatte ich die Gewinnspielkarte ja ausgefüllt (ich glaube noch an das Gute im Menschen, ich weiß, ich bin dämlich)…

Argh!

Home Office

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Ursprünglich nur als meine Bücherschreibstube gedacht, entwickelt sich mein Homeoffice inzwischen auch zum Steuerbüro… Die letzten 2006er Unterlagen sind endlich ans FA raus *SchweißvonderStirnwisch*, und ich hab mich jetzt an die Ablage der Trümmer gemacht ;-) Bei dieser Gelegenheit habe ich meine 2007er Ausgaben mal nach Kategorien geordnet, damit wenigstens die Umsatzsteuer 07 (Einkommensteuererklärung ist mit vielen 'Hä?' und '???' über meinem Kopf rausgegangen, das kann was geben) schnell erledigt werden kann. Hilfe, ich werde noch ordentlich auf meine alten Tage!

Gleich noch ein Abo gekündigt, eine Rechnung geschrieben, dann kann jetzt meine eigentliche Arbeit beginnen.

Und einen Kürbis muss ich wohl noch aushöhlen, wenn ich so aufs Datum schaue :-)

Es gibt diese Tage

Dienstag, 30. Oktober 2007

(und so sollten eigentlich alle sein), da setze ich mich einfach an den Schreibtisch und tüddel nicht lang rum, sondern schreibe, schreibe, schreibe.
Die Szenen laufen vor meinen Augen ab, und ich schreibe auf, was ich sehe.
Eben war ich am Flughafen. Dort ist die Protagonistin versehentlich mit George Clooney und seinen Bodyguards zusammengestoßen. Dann war ich in einer Hotellobby. Habe gesehen, wie eine korpulente Dame mit rotbraunen, kurzen Haaren sich über eine falsche Zimmerreservierung erregt hat. Habe später eine enttäuschte Protagonistin auf ihrem Schulweg begleitet. Alles an einem Vormittag, während ich hier unterm Dachfensterchen vor meinem Notebook saß.
Und doch war es fast so, als sei ich dabeigewesen.

Büro, Büro

Montag, 29. Oktober 2007

Ach, was wäre es doch praktisch, wenn man Häuser bei größerem Platzbedarf einfach aufpusten könnte! Oder wenn das zumindest bei Büroräumen funktionierte!

Stammleser werden wissen, dass ich seit einiger Zeit einen Teil des Dachbodens als Arbeitszimmer nutze. Ganz wie es das Bild vom armen Poeten verlangt, friere ich im WInter in meinem winzigen Dachkämmerlein (Notiz für mich: in diesem Jahr endlich Fingerhandschuhe ohne Spitzen stricken!), und für den Sommer musste ich mir eine mobile Klimaanlage zulegen, weil sonst alle Kreativität in meinem Hirn zu einem einzigen Buchstabenbrei zerschmilzt… Leider nimmt diese Klimaanlage auch ziemlich viel Platz weg, so dass ich rechts neben meinem Schreibtischstuhl noch ca. einen Quadratmeter Bodenfläche habe (okay, abzüglich des Papierkorbes…) und links daneben auch einen. Dann die Klimaanlage, und dahinter ein BILLY-Regal. Sehr unpraktisch, wenn ich an die untere Ordner-Reihe will :-(
Überhaupt ALLES sehr unpraktisch, weil auch der Schreibtisch nicht eben riesig ist, aber mehr passt hier halt nicht rein. So habe ich in einem anderen BILLY (es gibt hier vier von der Sorte; wegen der Dachschräge nur die niedrige Variante) heute mal Dinge entsorgt, deren Verfallsdatum deutlich abgelaufen war. Unterlagen muss man nur zehn Jahre aufbewahren, und da es nichts war, an dem mein Herz hing, habe ich nun wieder zwei BILLY-Regalböden frei :-) Das ist nicht optimal, aber besser als nichts. Meine Projekte werden immer umfangreicher, da muss ich über kurz oder lang doch mal irgendetwas mit der Raumgröße unternehmen…

Alle Jahre wieder

Sonntag, 28. Oktober 2007

Das jährliche Weinfest an unserem Gymnasium ist eine nette Tradition. Inzwischen sind wir tatsächlich in jedem Jahr da, und erfahren allerei Erbauliches, lustiges und Trauriges über ehemalige Schulkameraden. Im letzten Jahr waren aus unseren beiden Jahrgängen (ja, mein Liebster undi ch waren an derselben Schule, haben uns aber erst nachher wirklich kennengelernt, obwohl er mich schon vorher kannte, durchs Theaterspielen) ziemlich viele Leute da, und damals war die witzigste Neuigkeit die, dass Barbara Schöneberger ("Blondes Gift") sich einen Schulkameraden aus dem Abijahrgang meines Liebsten geangelt hat.

Gestern gab es solche Neuigkeiten nicht, es waren größtenteils dieselben Nasen da, wie immer, nur weniger diesmal. Es war insgesamt leerer als sonst, aber es waren trotzdem genügend Leute da, an denen ich meine Beobachtungen machen konnte. X., der früher so locker war, und heute versucht Contenance zu wahren, um seiner erworbenen Rolle gerecht zu werden, und der entsprechend verkrampft rüberkommt. Y., den ich früher an der Bushaltestelle angehimmelt habe, der immer noch aussieht wie damals, aber offenbar nicht das Glück gefunden hat. Z., die schwört, mit mir im selben Leistungskurs gesessen zu haben (was sie vermutlich auch hat), bei der ich mich aber weder an Gesicht noch an den Namen erinnern kann (sorry, mein mieses Gedächtnis), W., die so alt ist wie ich, aber schon einen 5jährigen Enkel hat, und noch einen. ABC, die unter Alkoholeinfluss komplett hemmungslos wurden, und obwohl das nichts Besonderes ist, wundere ich mich immer wieder darüber, wie weit manche Menschen dann gehen.
Und wie berechenbar Männer auf High-Heels und Minirock reagieren! Ich weiß es ja inzwischen, trotzdem finde ich es immer wieder faszinierend.
Kopfdruck und … sabber.
Seit der Steinzeit oder so, hat sich daran nichts geändert (wobei man mir berechtigt die Frage stellen darf, wie denn die High-Heels bitteschön in der Steinzeit ausgesehen haben. Vermutlich ähnelten sie eher einer Kugel, mit der die Männer ihre Frauen wie Gefängnisinsassen hübsch in der Nähe des Kochfeuers gehalten haben *g*)

Menschen, mit denen man zu Schulzeiten nie etwas zu tun hatte, verbrüdern sich in jedem Jahr aufs Neue oder in jedem Jahr mit jemand anderem. Versuche, den Kontakt übers Jahr aufrecht zu erhalten scheitern meist. Man sieht sich ja dann spätestens im nächsten Jahr wieder.

2008 wird es dann sicher voll beim Weinfest: Unsere Schule feiert 100jähriges Jubiläum. Wenn man bedenkt, dass wir als Schüler gerade noch so das 75jährige mitgemacht haben… Ich fühle mich plötzlich wie ein Dinosaurier *g*

Kommentare

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Ich hatte mich ja schon gewundert, dass niemand mehr kommentiert, und auch bei den Backlinks war vollkommen tote Hose. Nun hat -> Biggi mich drauf aufmerksam gemacht, dass sie immer brav kommentiert, aber die Kommentare nie erscheinen. Nicht mal bei mir in der Moderation, übrigens. Versteh das wer will, ich hab da nochmal rumgepopelt, und nun geht es wieder. Also:

Feel free to comment!

Aber freischalten muss ich sie immer noch, also Geduld bitte.


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