We Seeed!

Montag, 27. August 2007

Hui, war das ein Konzert! Mir tut heute noch alles weh, so viel hab ich getanzt und gesungen *krächz* Die Warterei vorher war - wie immer - öde. Das war auch der Grund, dass wir nicht unten gestanden haben (mein Liebster, mein Ältester und zwei seiner Klassenkameradinnen). Wetter war artig, auch wenn zwischendurch ne Riesenwolke über der Wuhlheide aufzog.

Der Support war "Miss Platnum". Die personifizierten Ollys. Wer -> "Wer zuletzt lacht, lebt noch" gelesen hat, weiß, was ich meine - wer nicht, der sollte es vielleicht lesen ;-)

-> Seeed platzte sofort los mit: "We Seeed, und das ist unser Gebiet!" Womit sie wohl recht haben ;-) Mit Watapumpee folgte sofort eines meiner Lieblingslieder. Auch sonst haben sie alles gespielt, was voll abging. Interessant der Remix von Tainted Love und Power of Love von Frankie Goes to Hollywood war auch wunderbar umgesetzt. MIss Platnum durftte zwischendurch mit Seeed gemeinsam auftreten, ein superduper live-scratchender DJ war an Board und die unermüdlich vor sich hin explodierenden Tanzgirls waren auch aus der Entfernung eine wahre Augenweide.

Wahn-sinn.

Leider ist nun eine "anderthalbjahrige Sommerpause" angesetzt. Wir sehen Seed erst wieder in 2009 :-(

Bis dahin werde ich es hoffentlich geschafft haben die Bilder von gestern zu sichten, in der Hoffnung, dass was Brauchbares dabei ist. Meine Kamera ist auf Entfernung und im Dunkeln nicht sehr leistungsstark.

Und nu muss ich weg.

Reisetagebuch Südfrankreich (2)

Freitag, 24. August 2007

5.8. Pool und Sonnenbrand. Abends arbeiten. Wenigstens un petit peu.

6.8.
Ich wurde davon geweckt, dass sich wütende Franzosen mehrere Minuten lang anschrieen. Immer wieder war guerre zu hören und au revoir, aber leider ging niemand. Hoffentlich wird das jetzt nicht mein morgendliches Weckritual. Ich weiß schon, weshalb ich es HASSE, bei offenem Fenster zu schlafen. Ich werde bei jedem Mist wach. Ein Relikt von 1999, als man uns den Bus vom Grundstück geklaut hatte. Seitdem hab ich immer ein Ohr aufgestellt, wie ein Hund. Sieht bestimmt komisch aus ;-)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie zielsicher wir die hässlichsten Ecken der Städte aufspüren. Schon damals in München, ich war fünfzehn oder sechzehn und ganz allein unterwegs, bin ich in der Gegend um den Ostbahnhof gelandet. Letztes Jahr in Genua – die dreckigste, stinkendste Ecke der Stadt war unsere, bevor wir das hübsche und interessante Genua sahen. Heute also Béziers. Wir wollten zur Pont Neuf, die im Internet auf den Fotos so hübsch ausgesehen hatte. Kunststück – die Ansicht war auch immer von der gegenüberliegenden Seite des Flusses fotografiert worden. Wir sahen die Pont Neuf und erkannten sie nicht (siehe Foto). Die Straßen wurden immer enger, die Häuser, die auch schon vorher in schlechtem Zustand waren, wurden immer grauer, kaputter. Wasser floss die Gassen entlang, aus verschiedenen Hauseingängen schlug uns Gestank entgegen. Eine bekopftuchte Frau und ihr Mann, die ebenso gut in Kreuzberg hätten zu Hause sein können, kamen uns entgegegen. Der Mann röchelte seine Kehle frei, mit einem Geräusch, das mich erschaudern ließ vor Ekel. Sonst begegneten wir kaum jemandem. An einer Mauer wünschte jemand schriftlich den Marokkanern den Tod, und langsam wurde uns klar, dass wir völlig auf dem Holzweg befanden. Drückende Schwüle und der Rückweg bergauf ließ meine Laune auf den absoluten Nullpunkt sinken. Nachdem ich gefühlte drei Liter geschwitzt habe und wir wieder auf dem höchsten Punkt angelangt waren, gab es kalte Cola, und ich kam wieder zu mir. Den Weg zum Auto und zum Lidl, das wir auf dem Hinweg entdeckt hatten, fanden wir problemlos, aber anschließend waren wir einigermaßen verwirrt:
Unser Navi hatte von den Kindern den Namen Jeanette erhalten, und sie muss wirklich extrem blond sein. Vermutlich das einzige Navigationssystem, dem man (durch hartnäckiges Ignorieren sämtlicher falscher Vorschläge) den Weg erklären muss. Wir haben irgendwann einen Möbelladen wieder erkannt und so bemerkt, dass uns Jeannette offenbar in die Wüste, oder besser, an den Strand schicken wollte. Wir haben uns gegen den blonden Sturkopf durchgesetzt und irgendwann den Weg zurück in unser Touristenghetto gefunden.
Abends haben die Kinder bis 22 Uhr Fußball mit anderen Kindern gespielt.
Wie übrigens fast jeden Abend später. Wir erfuhren irgendwann, dass nichts los war mit den Kids, bis unsere kamen ;-)

3.8. 2007 Erster Stop Mulhouse / 4.8. Ankunft in Béziers

Donnerstag, 23. August 2007

Ferienhausanlage Golf de Saint Thomas

Wir hatten für die Fahrt nach Béziers zwei Tage eingeplant. Das war auch gut so, denn es war proppevoll, und wir haben am Freitag schon knapp elf Stunden von Berlin nach Mulhouse benötigt, wo ich vorab zwei Zimmer in einem Etap-Hotel reserviert hatte. Kurz vor der Reise hatten wir uns noch ein Navigationsystem gegönnt, was uns problemlos zum Hotel brachte. Wie alle Etap-Hotels lag es außerhalb der Stadt in einem Gewerbegebiet; zumindest war es ziemlich tot dort. An der Rezeption kramte ich meine 27 Jahre alten Französischkenntnisse vor, und das klappte erstaunlich gut. Überall hört man, dass Franzosen sich weigern, eine andere Sprache zu sprechen als Französisch, aber der Portier schwenkte auf Englisch um, nachdem ich unter Beweis gestellt hatte, dass ich mich bemühte, seine Sprache zu sprechen. War dann wohl doch nicht so toll, wie ich dachte *g*

Auf der Suche nach etwas Essbarem, wurde uns ein "Resto" empfohlen, wo es nicht teuer sein sollte. Haha. Wir waren in Frankreich. Vielleicht für Franzosen nicht teuer, aber was soll's. Wir kamen an einem seltsamen Wohnhof vorbei, es sah beinahe aus, wie ein Ghetto. Ich vergaß ein Foto zu machen, als es noch hell genug war, daher Mulhouse leider ohne Foto.
Unser aller Französisch war dann doch sehr eingerostet, das dictionnaire war im Hotel geblieben, und wir haben uns fröhlich durch die Speisekarte geraten. Auf diese Art kam ich zu einer Spargelcremesuppe. Und Galette de Pomme ist offenbar ein Kartoffelpuffer. Kartoffelkeks, wörtlich übersetzt.
Unsere Jüngste (9) wollten wir dann losschicken, wenigstens schon mal Cola bestellen, aber sie geriet in Panik und rief: "Ich kann nur 'la vache'!" Das war ein ziemlicher Lacherfolg bei uns, und so sind die komischen Deutschen gleich mal aufgefallen.

Next morning sind wir ohne Frühstück los und haben stattdessen an einer Tankstelle ein paar köstliche Croissants eingefangen, und wurden sogar Deutsch angesprochen.

Wir gerieten in ein paar kleinere Staus, aber das Übelste haben wir umfahren, weil es in Frankreich die geniale Erfindung eines Senders gibt, der nur Verkehrshinweise sendet. Nach unerfindlichen Kriterien auch gelegentlich in Englisch. Leider hat der Navi es nicht ohne weiteres geschnallt wenn wir die Autobahn verlassen haben. Das Ding wollte uns immer zurückschicken. Aus Frust - nehme ich an - hat das Teil uns irgendwann eine Serpentinenstrecke verpasst. Aber zum Glück war das nur kurz und wir konnten bald darauf auf die Autoroute zurückkehren. So kamen wir noch in den zweifelhaften Genuss, uns brennende Büsche an der Autobahn anzuschauen. Schon Stunden zuvor wurde es angesagt, und als wir den Brand passierten, liefen gerade zwei(!) Feuerwehrmännchen mit einem Schlauch (wo wollten sie den nur anschließen?) hinter den Leitplanken entlang zum Feuer.
Latsch, latsch, die Heide brennt, oder in diesem Falle die Camargue.

Navi ließ sich dann noch einen tollen Ackerweg einfallen, auf dem letzten Stück von der Autobahn zu unserer Unterkunft am Golfplatz Saint Thomas. Aber immerhin - nach wieder elf Stunden kamen wir an, wo wir hinwollten, und das auch noch so pünktlich, dass uns noch jemand den Schlüssel aushändigen konnte. Nach zwei Tagen Fahrt (ich war die ganze Zeit über gefahren, weil ich mich nicht langweilen wollte), war ich dann auch mal platt.

Aus Südfrankreich zurück!

Mittwoch, 22. August 2007

Diesen Ausblick hatte ich zwei Wochen lang von der Terrasse unseres Ferienhauses in der Ferienanlage am Golfplatz Saint Thomas in Béziers.

Béziers liegt im Languedoc, nahe der spanischen Grenze, und wie man an der Ferienhausarchitektur sieht, kommt einem dort ziemlich viel spanisch vor ;-)
Und das, wo ich meiner Familie mal Frankreich zeigen wollte, hihi.

Jetzt muss ich erstmal arbeiten (was ich im übrigen im Urlaub auch getan habe; ich war sehr motiviert), aber ein bisschen vom Urlaub erzähle ich natürlich später. Dann kümmere ich mich auch um die netten Kommentare, die hier in der Zwischenzeit aufgelaufen sind. Von den Zillionen Mails, die ich abarbeiten muss, rede ich lieber nicht :-(
Fluch der Dauererreichbarkeit.

Hier ist so weit alles ok, bis auf die Tatsache, dass sämtliche Inhalte meiner verliebt-in-san-francisco-Seite verschwunden sind :-(

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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