Ich habe dich gewählt unter allen Sternen

Montag, 29. Mai 2006

Sie liegt ja schon eine Weile hier, die -> CD zu Ehren Else-Lasker-Schülers.
Ich hatte sie auch schon ganz durchgehört. Einige schöne Lieder drauf, manche musikalisch nicht so stark.
Schülers Texte grandios. Ein Anlass, sich endlich näher mit dieser außergewöhnlichen Frau zu beschäftigen.

Aber das eine Lied, das Lied, wegen dem ich die CD überhaupt gekauft hatte, weil es mich schon auf -> ihrem Konzert zu Tränen gerührt hatte, das will ich euch ans Herz legen. Schon alleine deshalb lohnt es sich, diese CD zu kaufen: Es beginnt mit einem Cellostück. Ich mag keine klassische Musik, aber Cello kann man auch gefühlvoll spielen, eindringlich, so, dass es ins Herz geht und die Tränendrüsen kitzelt.

Spätestens, wenn dann -> Regy Clasen zu singen beginnt, schmelze ich komplett dahin.

Gestern Abend also "Heimlich zur Nacht" mit meinem Liebsten über eine Stunde lang in Dauerschleife gehört, und anschließend…
Die Chronistin genießt und schweigt. Hört es euch selbst an, und entscheidet, was ihr dazu / danach tun würdet…

Heimlich zur Nacht

Ich habe dich gewählt
Unter allen Sternen.
Und bin wach -
Eine lauschende Blume
Im summenden Laub.

Unsere Lippen wollen Honig bereiten,
Unsere schimmernden Nächte sind aufgeblüht.

An dem seligen Glanz deines Leibes
Zündet mein Herz seine Himmel an.

Alle meine Träume hängen an deinem Golde,
Ich habe dich gewählt unter allen Sternen.

Schatz geschnappt!

Montag, 29. Mai 2006

Sonntag, wieder einmal Kastanienallee, zum x-ten Mal in letzter Zeit.
Es war wohl kein Zufall, dass -> Robina Bernhardt hier wohnt, so viel steht schon mal fest :-)

Unser Ziel war diesmal das Shining Labor. Die ZITTY hatte uns verraten, dass dort von 14 bis 18 Uhr der sagenhafte -> FIL seinen neuesten Comic-Band signieren würde.
Hatten wir an meinem Geburtstag noch im Tränenpalast über FIL und seinen Freund Sharkey -> Tränen gelacht, so konnten wir feststellen, dass FIL auch im echten Leben so cool ist, wie live on stage.

Er hatte seine dreijährige Tochter dabei, und als er so am Signieren war, fragte er, was er denn in den Comic noch hineinzeichnen solle. Wir wünschten uns eine Stelle aus "Viejoteil" und sagten, dass wir auch einen Lieblingssatz hätten, den wir gerade nicht zitieren könnten, weil ja seine kleine Tochter danebenstünde.
"Ach, Ihr meint bestimmt: 'Volle Scheiße mang die Titten!', was?", sagte Phil daraufhin ganz locker, zeichnete seine Kettensäge und war guter Dinge.
Ich dann auch, weil wir nämlich Bücher getauscht haben, jawoll!

Nach -> Regy Clasen liest jetzt also auch Fil meinen -> Berlin-Krimi, und das habe ich ganz allein dem Einsatz meines Liebsten zu verdanken, denn ich bin ja immer zu schüchtern, um sowas vorzuschlagen *hüstel*
Mein Liebster überlegt schon, ob er nicht seinen Job kündigen und mein Manager werden sollte *g*

Der erste Teil ist ne echt schlechte Idee, der zweite Teil hätte unbestritten seine Vorteile.

Samstag

Montag, 29. Mai 2006

Komashoppen zu zweit - das gab es auch schon ewig nicht mehr. Halbe City-West leergekauft *g*
Nee, ganz so schlimm war es nun doch nicht, aber wir hatten einiges zu erledigen und viel Spaß dabei.

Irgendwann kam er Hunger, und wir fielen an der Budapester Straße in ein Döner-Restaurant ein.
Der Kellner / Wirt / wasweißich philosophierte ein wenig darüber, dass Männer ohne Frauen nichts seien und Frauen ohne Männer auch nicht. Dann verabschiedete er uns mit den Worten: "Ich wünsche euch noch viel Spaß hier in Berlin!"

Wir machten ihn dann darauf aufmerksam, dass er gerade mit den vermutlich letzten Eingeborenen sprach. Zumindest kann man unter den ganzen zugereisten Wessis, Ösis und sonstigen extraberlinesken ja kaum noch native Berliners ausmachen.
Er hat sich dann sehr gewundert, und als ich eine Kostprobe meines Berliner Dialekts geben wollte, verhakte sich meine Zunge und weigerte sich mitzumachen!

Wenn das meine Deutschlehrerin wüsste, die so oft der Verzweiflung nah war ("Petra, hör doch endlich mal auf zu berlinern!")!

Oder wenn Erna das erführe! Nicht auszudenken ;-)

Schaulaufen am neuen Hauptbahnhof

Samstag, 27. Mai 2006

heute früh (also gegen 00:30 Uhr) sind wir zum neuen Hauptbahnhof gefahren. Zum Glück, nachdem dieser Psychopath 27 Leute abgestochen hat, wie wir vorhin aus dem Radio erfahren haben. Die Lightshow haben wir auch verpasst, aber das war nicht schlimm.

Der ehemalige, popelige S-Bahnhof (Lehrter Stadtbahnhof) hat sich endlich zu etwas gemausert, das einer Hauptstadt würdig ist, nämlich einem Hauptbahnhof, der den Namen verdient. Göttlich, die Glasarchitektur ist ganz nach meinem Geschmack. Zoo war immer irgendwie peinlich, und ich kan gar nciht begreifen, wieso viel Berliner (vermutlich wieder die Zugereisten *g*) den Bahnhof schon wieder als "zu protzig" abwerten. Irgendwann muss eine Stadt, die den Anspruch hat, Weltstast sein zu wollen, und die ihre Einnahmen zu nicht unwesentlichen Teilen aus dem Tourismus bestreitet, doch auch mal zeigen, dass hier kein Provinznest ist.

Ich finde den Bahnhof geil. Basta.
Und ich liebe es, ein Teil dieser verrückten Stadt zu sein.

Lebenslanges Lernen

Freitag, 26. Mai 2006

Habe ich eigentlich mal erwähnt, wieso ich meinen Job so liebe?

Abgesehen, von Reichtum, Ruhm und Ehre? *just kidding*

Klar, ich schreibe grundsätzlich gerne, fabuliere, lasse mit meinen Gedanken Figuren und Welten entstehen - das ist schonmal sehr schön. Auch wenn es so manches Mal nicht meine eigenen Gedanken zu sein scheinen, die wie von Zauberhand auf dem Bildschirm auftauchen. Ich lasse mich - in den Grenzen des Plots; soviel Figurenerziehung muss sein! - gerne überraschen, was meinen Protagonisten mal wieder einfällt. Das macht Spaß und ist manchmal gruselig, auf jeden Fall wird es nicht langweilig.

Was ich aber besonders schätze, ist das quasi wissenschaftliche Arbeiten, das ich ja schon von der Uni her kenne.
Es ist jedesmal eine neue Herausforderung, wenn ich mich in neue Themen einarbeiten kann. Das beschränkt sich ja nicht auf non-fiction; auch im Fiction-Bereich gibt es genügend Gebiete, auf denen ich mich fortbilden kann. Z.B. Geschichte und Geografie. Das glaubt einem natürlich kein Mensch, der womöglich noch die Schulbank drückt, und vor Langeweile unter den Tisch rutscht, wenn der Geschi-Lehrer wieder was überaus "Spannendes" über irgendwelche Merowinger oder Karolinger oder Bolschewiken oder Karl den Kahlen erzählt.

Das ist auch völlig natürlich, weil diese Begebenheiten keine emotionale Verknüpfung bieten. Ob es Karl den Großen jemals gegeben hat, oder - wie eine andere Theorie besagt - dieser mitsamt 300 Jahren Mittelalter vom Klerus einfach so erfunden wurde, das ist mir zunächst mal völlig wurscht. Schlechtes Beispiel, das gebe ich zu, weil diese Dazuerfindungsgeschichte schon recht spannend auf mich wirkte, aber grundsätzlich ist es mir egal, warum irgendein Mensch, der vor vielen hundert oder tausend Jahren lebte, irgendetwas gemacht hat.
Nicht mehr als eine Randnotiz im Lauf der Zeit.

Wenn ich mir aber einen Ort oder eine Zeit herauspicke, und versuche ein einzelnes Schicksal mit Leben zu füllen, dann bin ich irgendwann emotional berührt. Dann will ich wissen, wie sah er aus? Was hat er gerne gegessen? Hatte er eine Familie, eine Geliebte, oder gar mehrere? Hatte er einen wunden Punkt, eine Schwachstelle? Das gilt natürlich auch für historische weibliche Persönlichkeiten. Was hat sie gedacht, wenn sie sich morgens ihr Haar gekämmt hat? Wen hat sie im Spiegel gesehen? Was waren ihre Abgründe?
Dabei ist es unerheblich, ob man wirklich Fakten zu den Charakterzügen findet. Man kann aber aus dem vorhandenen Wissen Schlüsse ziehen. Wenn zu wenig über eine Person bekannt ist, dann kann die dichterische Freiheit auch noch weiter gehen. Dann strickt man sich den Grund für das Waterloo eben selbst. Dadurch werden die Figuren lebendig, ich erkenne geschichtliche Zusammenhänge, und - oh Wunder! - kann sie mir dann auch MERKEN.

Und ganz nebenbei frische ich auch meine Schreibkenntnisse weiter auf. Jeder Autor lernt im Laufe seines Schreiblebens weiter dazu, verfeinert Techniken, wendet andere Stilmittel an. Dies alles macht den Beruf des Autors zu einem der schönsten der Welt. Geschichten erzählen, lebenslang lernen und damit Menschen erfreuen. Wie ich das tue, und wie ich mir die Arbeit einteile, liegt allein in meiner Hand.

Was will ich mehr?

Schlappgelacht

Donnerstag, 25. Mai 2006

gestern sind wir wieder mal spontan auf die Piste gegangen.
Erst Essen, und hinterher ins -> Schlot zu -> Horst Evers, der mir bis dato nur von gelegentlichen Einblendungen auf -> Radio Eins bekannt war. Er trug Texte und Bezirkslieder (brüllend komisch!!) vor.
Begleitet wurde er dabei mit eigenen Texten und am Klavier von Benedikt Eichhorn, der - sorry Horst! - um einiges attraktiver ist (auch wenn das in diesem Zusammenhang gerade überhaupt keine Rolle spielt *g*). Nicht zuletzt, weil er Klavier spielt. Bei Musikern werde ich einfach schwach ;-)
Aber wenn Horst Evers seinen Dackelblick aufsetzt und mit seiner eigentümlichen Sprechweise beispielsweise über Bositis spricht, dann bleibt einfach kein Auge trocken. Das entschädigt auch für ewig langes auf harten Holzstühlen Sitzen ;-)

Meine Empfehlung: Hingehen!!!


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