Erfolglose Recherche

Montag, 30. Mai 2005

Vielleicht ist es gar nicht wichtig, aber ich zerbreche mir heute schon den ganzen Morgen den Kopf über einen Ortsnamen. 1988 war ich dort im Rahmen eines Uni-Projekts. Ich weiß nur noch, dass es an der kalifornischen Küste liegt, südlich von San Francisco. Wir hatten San Fran damals für ein paar Tage verlassen und uns in einem Seminarzentrum am Strand niedergelassen. Göttlich war es da, ich werde den Sonnenuntergang nie vergessen, vor dem malerisch mein Drachen schwebte, nie den Pool mit Pazifik-Blick, in den ich um sechs Uhr morgens (!!!) sprang, nie den Mantel, den ich dort im Schrank vergaß ;-) Bloß der verdammte Name ist sowas von weg. Nicht mal beim Studieren der Kalifornien-Karte kam ein Aha-Erlebnis. Die meisten Namen sagten mir ohnehin etwas, da wir zuvor die ganze Küste auf dem Highway No. 1 hoch gefahren waren, von L.A. nach San Fran. Also hätte ich wohl auch nciht gemerkt, wenn der entscheidende Name dabei gewesen wäre. Meine damaligen Kommilitonen sind im Netz nicht zu finden, oder nur ohne Kontaktdaten. Wenn mir denn die Namen eingefallen waren....
Ich sollte es vergessen; es muss ja in der Handlung nicht zwingend vorkommen. Aber es nervt mich doch, dass es mir nicht einfallen will!

Schreiben ist ein wenig wie Schauspielern

Mittwoch, 25. Mai 2005

Wenn ich richtig im Schreibfluss bin, dann stecke ich im Körper der Protagonistin und sehe die Umgebung und die Menschen, mit denen sie zu tun hat, mit ihren Augen. Ich denke wie sie, ich fühle wie sie. Ich lebe in einem Film, den ich nur abschreibe. Szene für Szene entsteht, bis ich die Sequenz aus ihrem Leben für beendet erkläre, weil der Fall sich gelöst hat und die komplette Seitenzahl erreicht ist.

Heute Vormittag habe ich 8 Seiten geschrieben und den Prolog überarbeitet.

Wenn das Telefon zweimal klingelt :-)

Samstag, 21. Mai 2005

Jodeldihü, mir geht´s richtig gut, und Karina hat völlig Recht: Mein zweiter Vorname (naja, eher der fünfte) ist wohl Exposé *ggg*
Ich "muss" nämlich schon wieder eines schreiben, aber wie es dazu kam, und wieso ich jetzt so wirr labere, das kommt jetzt (fast) chronologisch:
Ihr erinnert Euch möglicherweise, dass ich am 12. Mai geschrieben habe, ich hätte ein Exposé fertig und abschickbereit. Nennen wir es mal POSEIDON. Es ging an einen Verlag, von dem mit Sicherheit jeder von uns schon mal ein Buch in Händen hielt (hach, ich liiiebe Geheimniskrämerei! *g*) Vorher hatte ich natürlich mit der zuständigen Lektorin telefoniert und die Rahmenbedingungen erfragt.
Schon am 11. Mai, während ich noch an dem Exposé arbeitete, war ich so vermessen, folgendes in den Brief an mich selbst zu schreiben, den ich zum Lockerschreiben immer nebenher texte:
"Komisch, ich bin völlig sicher, dass es angenommen wird; arbeite dran als hätte ich den Auftrag schon."
Ich würde ja hier nicht endlos herumlabern, wenn nicht gestern (8 Tage nachdem ich das Ex. in den Briefkasten schmiss!!) das Telefon geklingelt hätte :-) Die Lektorin war dran und sagte mir, POSEIDON gefalle ihr sehr gut; die Idee hätte auch noch niemand gehabt. Aber eines würde ihr sehr missfallen (mein Herz rutschte unter den Stuhl auf dem ich saß): Für das nächste Jahr wären die Programmplätze für diese Reihe alle schon voll, aber sie würden gerade ihre Chefs bequatschen, dass sie 2006 noch ein Buch mehr verlegen......

Ist das nicht ein echter Grund um größenwahnsinnig zu werden????

Nee, ich bleib auf dem Teppich, aber ich konnte nicht umhin in Gegenwart meiner Kinder nach dem Telefonat immer wieder das Wort mit g... zu verwenden, dass ich ihnen immer verbiete *g*
Aber noch war nicht zu Ende telefoniert: Ihr wäre noch eine Idee gekommen: Sie würden eine nagelneue Reihe machen (kenn ich doch irgendwo her? *g*), und ob ich mir vorstellen könnte, einen richtig schönen Schmachtfetzen zu schreiben (Zielgruppe 12/13). Was für eine Frage! Natürlich! :-))) Sowas macht doch total Spaß! Ich habe schon ein paar Ideen für das Setting mit ihr besprochen, und nun brauche ich also noch ein Exposé, aber das ist offenbar nur noch Formsache, denn den Manuskriptabgabetermin habe ich auch schon. Wenn ich es also nicht völlig versiebe, dann bin ich in den nächsten Monaten mehr als nur beschäftigt :-)))))
Man gebe mir mehr Stunden pro Tag!!!!

Kaum hatte ich mich fertig gefreut (naja, eigentlich bin ich immer noch nicht mit Freuen und Grinsen durch *g*), da klingelte mein Handy. Eine Fersehproduktionsgesellschaft, die für SAT 1 abenteuerlustige Familien sucht. Die Nummer hatten sie von meiner Homepage. Ich habe Tränen gelacht, als ich meinen Kindern hinterher erzählt habe, was die wollten: In dem Sendekonzept wollen sie drei Familien in den Urlaub schicken. Viel konnten sie nicht verraten, nur, dass es ins weit entfernte außereuropäische Ausland geht - zu einem Naturvolk! Ich habe mir dann kurzfristig meine große Tochter im Dschungel vorgestellt, die hier bei unseren Mini-Spinnchen schon Herzattacken kriegt. Ich schreie ja immer erst bei den heimischen Taranteln, die rund 5-6cm Durchmesser hinlegen.... Aber ich steh auch sonst auf kein Kriechgetier und bekomme bei jedem albernen Mückenstich schon riesige Beulen. Mit Autan und Athmaspray beim Naturvolk? Ich konnte echt nicht mehr, aber zum Glück musste ich nicht weiter überlegen, denn unsere beiden kleinen Mäuse sind noch zu jung.
Also, es gibt Tage, die sind einfach zum Piepen und man kann lange von ihnen zehren :-)

Heute um 6:30,

Freitag, 13. Mai 2005

eine Zeit, in der ich normalerweise damit kämpfe wach zu werden, habe ich den Fernseher eingeschaltet und auf BR3 mal Cornelia Funke über die Schulter geschaut. "Lesereisen" heißt die Sendung, und der Beitrag muss schon etwas älter gewesen sein, denn Tintenherz war noch nicht erschienen. Es war recht interessant, aber lachen musste ich, als Frau Funke ihr Arbeitszimmer zeigte, und dabei sagte, es wäre zwar nicht sehr groß, aber es würde genügen. Hm, also ich habe einen winzigen Schreibtisch, auf den gerade der Laptop und Flachbildschirm passt, links daneben Platz in der Größe eines DIN A 3-Blattes, wo ich meine aktuellen Notizen habe. Hinter dem Bildschirm direkt ein niedriges (Dachschräge!) schmales Billyregal, an das ich unten kaum herankomme und in dem der Drucker steht, und zwar so, dass er gerade noch so ein Blatt auswerfen kann. Rechts neben dem Scheibtisch ein altes Badezimmerregal (dafür krieg ich den Kleiderschrank kaum noch auf), auf dem meine Teetasse, das Telefon und aktuelle Literatur Platz finden muss. Hinter meinem Schreibtischstuhl ist noch ein knapper Meter, bis ich an das nächste, niedrige, schmale Bilyregal stoße, das ebenso, wie das andere, bereits voll ist. Das ist mein Büro. Das von Cornelia Funke ist größer als unser Wohnzimmer :-)
Ich neide es ihr nicht, ich schmunzle manchmal nur über die Sicht der Dinge ;-)

Wieder was fertig

Donnerstag, 12. Mai 2005

So, eben habe ich das neue Exposé in den Umschlag gesteckt, Marke drauf, jetzt nur noch in den Kasten :-)) Drückt mal die Daumen!
Heute morgen habe ich in einer Autowerkstatt an NIKOLAI weitergeschrieben. Hab auf einem Sofa (!) sechs Seiten vollgekritzelt, obwohl mir der Berliner Rundfunk ins Ohr gelabert hat. Aber nach drei Sätzen war ich abgetaucht und hab nix mehr gehört. Die Szene ist ziemlich platisch geworden; vielleicht sollte ich öfter mal aushäusig per Hand schreiben...

Praktisch

Mittwoch, 11. Mai 2005

dass man von gewissen Dingen Pläne und 360°-Ansichten im Internet auf dem Präsentierteller findet. So habe ich mir eine Reise oder zumindest eine komplexe Anfrage gespart.
Bin mit dem neuen Exposé fast durch. Konnte hochkonzentriert fast 5 Stunden am Stück schreiben. Morgen schicke ich es auf den Weg :-)
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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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